Wie wird Leuchtpulver beim Kunststoffspritzgießen zugesetzt?

Spritzgießen
• Herstellung von Kunststoff-Spritzgussformen seit 2005
• Entwickelt von ZetarMold-Ingenieuren für Käufer, die Formen und Formlösungen vergleichen.

  • Mike Tang
  • 2. März 2026
  • 10:25

Updated

Wichtigste Erkenntnisse
  • Leuchtpulver (phosphoreszierendes Pulver) erzeugt beim Spritzgießen im Dunkeln leuchtende Kunststoffprodukte, indem es Lichtenergie absorbiert und über einen längeren Zeitraum wieder abgibt.
  • Leuchtpulver auf Strontiumaluminatbasis bieten das hellste und längste Nachleuchten (8–12 Stunden) und ersetzen ältere Zinksulfidformulierungen.
  • Der optimale Anteil an Leuchtpulver beträgt typischerweise 5–15 Gew.-% des Basisharzes und schafft ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Leuchtintensität, Fließfähigkeit und mechanischen Eigenschaften.
  • Niedrige Verarbeitungstemperaturen und schonende Schneckendrehzahlen sind entscheidend, um den thermischen Abbau lumineszierender Partikel beim Spritzgießen zu verhindern.
  • Transluzente oder helle Basisharze (naturfarben, weiß oder hellgelb) maximieren den Leuchteffekt – dunkle oder undurchsichtige Farben blockieren das Leuchten.
  • Die richtige Wahl der Partikelgröße (15–60 Mikrometer für das Spritzgießen) gewährleistet sowohl eine ausreichende Leuchtleistung als auch eine gute Oberflächengüte.

Was ist Leuchtpulver und wie funktioniert es in Kunststoffprodukten?

Leuchtpulver ist ein phosphoreszierendes Pigment, das Licht absorbiert und langsam als sichtbares Nachleuchten über bis zu 12 Stunden wieder abgibt. In Spritzgusskunststoff eingemischt entstehen langlebige, im Dunkeln leuchtende Produkte für Sicherheitskennzeichnungen, Konsumgüter und Automobilkomponenten.

Wenn Sie Anbieter vergleichen oder die Beschaffung planen, behandelt unser Leitfaden zur Beschaffung von Spritzgießlieferanten die Vorbereitung von Angebotsanfragen, die Qualifizierung und die Prüfung kommerzieller Risiken.

Bei Zetar haben wir Leuchtpulverformulierungen für verschiedene Produktkategorien verarbeitet und können praktische Erkenntnisse aus unserer Produktionserfahrung weitergeben. Bei der Phosphoreszenz werden Elektronen in der Leuchtverbindung durch einfallende Photonen in höhere Energiezustände angeregt. Anders als bei Fluoreszenz, die unmittelbar nach Entfernen der Lichtquelle endet, geben phosphoreszierende Materialien diese gespeicherte Energie nach und nach ab und erzeugen dadurch für Minuten bis Stunden ein sichtbares Nachleuchten1.

Die beiden wichtigsten Familien von Leuchtpulvern für Kunststoffe sind:

Auf Zinksulfidbasis (ZnS): die ältere Generation nachleuchtender Pigmente. Sie sind kostengünstiger, leuchten jedoch kürzer nach (typischerweise 30–90 Minuten) und weisen eine geringere Helligkeit auf. Pulver auf ZnS-Basis werden weiterhin in kostengünstigen Anwendungen eingesetzt, bei denen eine lange Nachleuchtdauer nicht entscheidend ist.

Auf Strontiumaluminat2 (SrAl2O4) basierend: der aktuelle Industriestandard für leistungsfähige Leuchtanwendungen. Diese mit Seltenen Erden aktivierten Pigmente erzeugen ein 10-mal helleres Nachleuchten über 8-12 Stunden und bieten damit überlegene Leistung für kommerzielle, im Dunkeln leuchtende Produkte.

Blaue Kunststoffteile in der Hand, die Spritzguss zeigen
Mit Harz vermischtes Leuchtpulver.

Welche Basisharze sind mit Leuchtpulver kompatibel?

PP, PE und TPE/TPU sind die besten Harze für Leuchtpulver, da ihre niedrigen Schmelztemperaturen (170-230C) die Integrität der phosphoreszierenden Partikel erhalten. Hier ist ein ausführlicher Kompatibilitätsleitfaden:

Hier ist ein Kompatibilitätsleitfaden auf Grundlage unserer Produktionserfahrung bei Zetar:

BasisharzKompatibilitätVerarbeitungstemperaturbereichGlühleistungAnmerkungen
PP (Polypropylen)Ausgezeichnet190–230°CSehr gutNiedrige Schmelzetemperatur erhält Leuchtpartikel; gute Transluzenz in Naturfarbe
PE (Polyethylen)Ausgezeichnet170–220°CSehr gutNiedrigste Verarbeitungstemperaturen; ideal zur Maximierung der Leuchtdauer
PS (Polystyrol)Gut190–240°CGutTransparente Typen eignen sich gut; hochschlagfestes PS ist etwas weniger wirksam
ABSGut210–250°CMäßigEine höhere Verarbeitungstemperatur kann den Glanz leicht verringern; naturfarbenes ABS eignet sich am besten
Polyamid (PA, Nylon)Messe240–280°CMäßigHohe Temperaturen bergen Abbaugefahr; Feuchtigkeitsempfindlichkeit erhöht die Komplexität
PC (Polycarbonat)Schlecht280–310°CNiedrigSehr hohe Verarbeitungstemperaturen beschädigen Leuchtpartikel; nicht empfohlen
TPE/TPUGut170–220°CGutFlexible Leuchtprodukte; niedrige Verarbeitungstemperaturen sind vorteilhaft
SilikonGut150–200°C (LSR)GutGut geeignet für leuchtende Soft-Touch-Produkte; erfordert spezielle Dosiergeräte

Die Grundregel ist eindeutig: Niedrigere Verarbeitungstemperaturen erhalten die Leistung von Leuchtpulver besser. Kunststoffe, die Schmelzetemperaturen über 260°C erfordern, führen zu einem merklichen Abbau der leuchtenden Strontiumaluminat-Partikel und verringern sowohl die Anfangshelligkeit als auch die Nachleuchtdauer.

Wie lauten das richtige Mischungsverhältnis und das korrekte Vorbereitungsverfahren?

Der optimale Füllstoffanteil beträgt 8–12% nach Gewicht — dies schafft ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Leuchtintensität, Verarbeitbarkeit und Oberflächenqualität. Zu wenig Pulver führt zu schwachem Leuchten; zu viel beeinträchtigt die mechanischen Eigenschaften.

Auf Grundlage unserer umfangreichen Tests und Produktionserfahrung bei Zetar empfehlen wir folgende Zugabeverhältnisse:

Standard-Leuchteffekt: 5–8% Leuchtpulver bezogen auf das Gewicht des Basisharzes

Verstärkter Leuchteffekt: 8–12% Leuchtpulver nach Gewicht

"„Die optimale Leuchtpulverkonzentration von 8–12% bietet das beste Verhältnis aus Leuchtintensität, Bauteilqualität und Anlagenlebensdauer.“"True

Prüfungen zeigen durchgehend, dass ein Anteil von 8–12 % eine starke Leuchtwirkung bietet und zugleich akzeptables Materialfließen, eine geeignete Oberflächengüte und mechanische Eigenschaften erhält. Der Einsatz eines Masterbatches in diesem Konzentrationsbereich gewährleistet die gleichmäßigste Lichtverteilung im gesamten Formteil.

"“Die Zugabe von mehr Leuchtpulver macht das Leuchten immer heller — je mehr man zugibt, desto besser das Ergebnis.”"False

Oberhalb eines Anteils von 15% bewirkt zusätzliches Leuchtpulver nur noch geringe Helligkeitssteigerungen, verschlechtert jedoch die Fließfähigkeit des Materials, die mechanische Festigkeit und die Oberflächenqualität deutlich. Die Partikel erhöhen zudem den abrasiven Verschleiß der Spritzgießausrüstung. Das optimale Verhältnis zwischen Leuchtleistung und Teilequalität liegt typischerweise im Bereich von 8–12%.

Maximale Leuchtintensität: 12–15% Leuchtpulver nach Gewicht (darüber treten abnehmender Zusatznutzen und Verarbeitungsschwierigkeiten auf)

Mischprozess (kritische Schritte):

Basisharz vortrocknen: Befolgen Sie die üblichen Trocknungsempfehlungen für das jeweilige Harz, um feuchtigkeitsbedingte Fehler zu vermeiden.

Vormischen bei Raumtemperatur: Mischen Sie das Leuchtpulver 10–15 Minuten lang in einem Taumel- oder Bandmischer mit dem Kunststoffgranulat, um eine gleichmäßige Verteilung zu erzielen. Verwenden Sie keine Hochgeschwindigkeitsmischer, da die mechanische Belastung die Leuchtpartikel brechen und die Leuchtleistung verringern kann.

Haftvermittler hinzufügen (optional, aber empfohlen): Eine geringe Menge (0.5–1%) Silan-Haftvermittler verbessert die Verbindung zwischen anorganischen Leuchtpartikeln und der Polymermatrix und steigert dadurch die mechanischen Eigenschaften und die Oberflächengüte.

Für konstante Ergebnisse empfiehlt sich ein Masterbatch-Ansatz: Bei Produktionsmengen über 1,000 Teilen empfehlen wir ein Leucht-Masterbatch mit 30–50% Konzentration, das anschließend mit Neuware auf die Zielkonzentration verdünnt wird. Dies gewährleistet eine gleichmäßigere Verteilung der Leuchtstoffe als direktes Trockenmischen.

Wichtig: Leuchtpulverpartikel sind abrasiv. Bei Anteilen über 10% beschleunigen sie den Verschleiß von Schnecken, Zylindern, Rückstromsperren und Oberflächen der Werkzeugkavität. Bei der Herstellung eines granulatbasierten Leuchtcompounds empfehlen wir für Produktionsläufe mit hohem Leuchtpulveranteil Bimetallzylinder und gehärtete Schnecken.

Farbige Kunststoffpellets in klaren Röhren
Für Leuchtspritzguss vorbereitetes Granulat.

Wie sollten Spritzgießparameter für Leuchtwerkstoffe angepasst werden?

Niedrigere Schmelzetemperaturen, geringere Schneckendrehzahlen und minimaler Staudruck sind die drei entscheidenden Anpassungen für Leuchtmaterialien. Sie schützen die phosphoreszierenden Partikel beim Spritzgießen vor thermischem und scherbedingtem Abbau.

Bei Zetar haben wir durch umfangreiche Versuchsarbeit optimierte Prozessparameter entwickelt. Dies sind die wichtigsten Anpassungen:

Schmelzetemperatur: Verwenden Sie den unteren Bereich des empfohlenen Verarbeitungsfensters des Harzes. Für PP mit Leuchtpulver streben wir 195–210°C statt der für Standard-PP typischen 210–230°C an. Niedrigere Temperaturen erhalten die Integrität der Leuchtpartikel und die Nachleuchtleistung.

Schneckendrehzahl: Reduzieren Sie die Schneckendrehzahl gegenüber der Standardverarbeitung um 20–30%. Eine niedrigere RPM verringert Schererwärmung und mechanische Schäden an den Leuchtpartikeln. Typischer Zielbereich: 30–60 RPM für die meisten Harze mit Leuchtpulver.

Staudruck: Minimieren Sie den Staudruck, um die Scherbeanspruchung der Leuchtpartikel während der Plastifizierung zu reduzieren. Bei Leuchtmaterialien arbeiten wir typischerweise mit 3–5 bar Staudruck, gegenüber 5–10 bar bei der Standardverarbeitung.

Einspritzgeschwindigkeit: Verwenden Sie moderate Einspritzgeschwindigkeiten. Eine übermäßig hohe Einspritzgeschwindigkeit erzeugt starke Scherung am Anschnitt, wodurch Leuchtpartikel brechen und sichtbare Schlieren entstehen können. Moderate Geschwindigkeiten verringern zudem das Risiko von Freistrahlbildung und Fließmarken, die bei nachleuchtenden Teilen besonders auffällig sind.

Werkzeugtemperatur: Die üblichen Werkzeugtemperaturen für das Basisharz sind im Allgemeinen geeignet. Leicht erhöhte Werkzeugtemperaturen (5–10°C über dem Standardwert) können die Oberflächenqualität verbessern, da sie eine bessere Abformung der Struktur der Leuchtpartikel ermöglichen.

KenngrößeStandard-PP-VerarbeitungVerarbeitung von PP + LeuchtpulverGrund für die Anpassung
Schmelztemperatur210–230°C195–210°CThermischen Abbau der Leuchtpartikel verhindern
Schneckendrehzahl60–100 RPM30–60 RPMMechanische Scherschäden an Partikeln verringern
Gegendruck5–10 bar3–5 barPartikelbruch beim Plastifizieren minimieren
EinspritzgeschwindigkeitSchnellMäßigAnschnittscherung und Fließstreifen vermeiden
Haltedruck60–80% des Einspritzdrucks50–70 % der EinspritzungÜbermäßige Nachdruckspannungen bei gefülltem Material vermeiden
AbkühlungszeitStandardausführungStandard + 5–10 %Gefülltes Material kann eine etwas längere Kühlung erfordern

Welche Konstruktionsaspekte maximieren die Leuchtleistung geformter Teile?

Ein transluzentes Basisharz mit 2–4 mm Wandstärke und glatter Oberfläche erzeugt das hellste Leuchten. Entscheidungen bei Bauteil- und Werkzeugkonstruktion beeinflussen die Leuchtleistung unmittelbar:

Wanddicke: Dickere Wände enthalten mehr Leuchtpartikel und absorbieren mehr Anregungslicht, wodurch sie heller und länger nachleuchten. Wanddicken über 4–5 mm bringen jedoch abnehmende Vorteile, da das Licht nicht tief genug eindringen kann, um die Partikel im Inneren anzuregen. Die optimale Wanddicke für Leuchtteile beträgt üblicherweise 2–4 mm.

Oberfläche: Größere freiliegende Flächen absorbieren mehr Licht und leuchten heller. Konstruktionsmerkmale wie Rippen, Strukturen und konturierte Flächen vergrößern die wirksame lichtabsorbierende Fläche.

Farbauswahl: Sie ist von entscheidender Bedeutung. Die Farbe des Basisharzes muss transluzent oder hell sein (naturfarben, weiß, hellgelb oder hellgrün), damit Licht bis zu den Leuchtpartikeln durchdringen kann. Dunkle Farben (schwarz, dunkelblau, dunkelrot) absorbieren das emittierte Licht und heben den Leuchteffekt praktisch auf. Ist eine Einfärbung erforderlich, sind sehr helle Farbtöne in niedriger Konzentration zu verwenden.

"“Transluzente oder helle Basisharze mit 2–4 mm Wandstärke und glatter Oberfläche ergeben die hellsten und langlebigsten leuchtenden Spritzgussprodukte.”"True

Transluzente Materialien ermöglichen einen maximalen Lichteinfall zum Aufladen der Leuchtpartikel und eine maximale Lichtabgabe für sichtbares Leuchten. Der Wanddickenbereich von 2–4 mm optimiert das Verhältnis zwischen Partikelvolumen und Eindringtiefe des Lichts. Glatte Oberflächen geben Licht effizienter ab als strukturierte.

"“Leuchtpulver kann jeder Kunststofffarbe zugesetzt werden und erzeugt dennoch einen sichtbaren Nachleuchteffekt.”"False

Dunkel gefärbte Harze (schwarz, dunkelblau, dunkelbraun usw.) absorbieren das von Leuchtpartikeln abgegebene Licht und blockieren dadurch den Leuchteffekt. Nur transluzente, naturfarbene oder sehr helle Basisharze lassen genügend Licht durch, damit sich die Leuchtpartikel aufladen und ihr Leuchten sichtbar abgeben können.

Oberflächengüte: Glatte, glänzende Oberflächen geben Licht effizienter ab als raue oder strukturierte Oberflächen. Für eine maximale Leuchtwirkung ist für die Formkavität eine Oberflächengüte nach SPI A2 oder A3 vorzugeben. Strukturierte Oberflächen streuen das austretende Licht und verringern die wahrgenommene Helligkeit.

Anschnittposition: Positionieren Sie die Anschnitte so, dass ein gleichmäßiger Fluss gewährleistet ist und Bindenähte auf sichtbaren Leuchtflächen vermieden werden. Bindenähte erscheinen auf leuchtenden Teilen als dunklere Streifen, weil sich die Leuchtpartikel am Treffpunkt der Fließfronten unterschiedlich ausrichten.

Überlegungen zur Bauteilgeometrie:

Vermeiden Sie sehr dünne Bereiche (< 1 mm) — sie leuchten deutlich schwächer als die umgebenden dickeren Bereiche

Gleichmäßige Wanddicke konstruieren, um ungleichmäßige Leuchtmuster zu verhindern

Berücksichtigen Sie, dass Ecken und Kanten aufgrund der Lichtemissionsgeometrie dunkler erscheinen als ebene Flächen

Bunte spritzgegossene Kunststoffteile
Konstruktionsfaktoren für Leuchtteile.

Welche Qualitätsprüfungen sollten Sie an leuchtenden Formteilen durchführen?

Die wichtigsten QC-Prüfungen sind die Helligkeitsmessung, die Überprüfung des Nachleuchtens und die Maßprüfung. Bei Zetar wenden wir ein umfassendes Prüfprotokoll für Leuchteigenschaften an.

🏭 Einblick in das ZetarMold-Werk

In unserem Werk in Shanghai betreiben wir 47 Spritzgießmaschinen von 90T bis 1850T und haben über 400 Werkstoffe verarbeitet, darunter phosphoreszierende Leuchtcompounds für Sicherheits- und Konsumgüter.

Leuchtleistungsprüfungen:

Messung der Anfangshelligkeit: Messen Sie mit einem Photometer oder Leuchtdichtemessgerät die anfängliche Nachleuchthelligkeit (in mcd/m²) in festgelegten Zeitabständen (2 min, 10 min, 30 min, 60 min) nach standardisierter Belichtung. Strontiumaluminat-Produkte sollten nach 10 Minuten einen Wert von > 150 mcd/m² erreichen.

Prüfung der Nachleuchtdauer: Messen Sie die Zeit, bis die Helligkeit unter die Wahrnehmungsschwelle des menschlichen Auges fällt (etwa 0.32 mcd/m²). Hochwertige Strontiumaluminat-Formulierungen sollten > 8 hours erreichen.

Farbkonsistenz: Visuelle und instrumentelle Prüfung, dass die Leuchtfarbe über das gesamte Teil gleichmäßig ist und dem freigegebenen Referenzmuster entspricht.

Lade-/Entladezyklen: Prüfen Sie, ob wiederholte Lichteinwirkung und Dunkelzyklen die Nachleuchtleistung im Laufe der Zeit nicht beeinträchtigen.

Standardprüfungen der Bauteilqualität:

Maßprüfung gemäß Zeichnungsspezifikationen

Sichtprüfung auf Oberflächenfehler (Fließmarken, Einfallstellen, Schlieren)

Mechanische Prüfung (Zugfestigkeit, Schlagzähigkeit) — beachten Sie, dass Leuchtfüllstoff die mechanischen Eigenschaften bei üblichen Füllgraden typischerweise um 10–20% reduziert

Prüfung der Gewichtskonstanz (zur Kontrolle einer gleichmäßigen Verteilung des Leuchtpulvers)

Umwelt- und Sicherheitsprüfungen (anwendungsabhängig):

UV-Alterungsprüfung für Außenanwendungen

RoHS-/REACH-Konformitätsprüfungen für europäische Märkte

Prüfung nach EN 67510 oder DIN 67510 für Anwendungen der Sicherheitskennzeichnung

Prüfung der Lebensmittelechtheit, sofern erforderlich (einige Leuchtpigmente enthalten Spuren von Schwermetallen)

Was sind die häufigsten Anwendungen für leuchtende Spritzgussprodukte?

Sicherheitskennzeichnungen, Verbraucherspielzeug und Automobilkomponenten sind die drei größten Anwendungssegmente für leuchtende Spritzgussprodukte. Jedes Segment stellt eigene regulatorische und technische Anforderungen.

Sicherheits- und Notfallausrüstung:

Ausgangsschilder und Markierungen für Notfallwege (müssen die Norm EN 67510 für photolumineszierende3 Produkte erfüllen)

Standortmarkierungen für Feuerlöscher

Treppenkantenprofile und Handlaufmarkierungen

Kennzeichnungsschilder für Notfallausrüstung

Konsumgüter:

Neuheitsartikel und Spielzeug (Leuchtsterne, Figuren, Handyhüllen)

Uhrenkomponenten und Zifferblätter

Angelköder und Sportausrüstung

Wie man Lumineszenzpulver beim Spritzgießen hinzufügt | Leitfaden

Industrie und Architektur:

Kennzeichnungsmarkierungen für Rohre und Ventile

Grenzmarkierungen für Sicherheitszonen

Architektonische Akzentbeleuchtungselemente

Kabelkennzeichnungshülsen

Automobil und Transport:

Kennzeichnungen für Armaturenbrett und Kontrollanzeigen

Kennzeichnung von Türgriff und Schloss

Sicherheitskennzeichnung in Fahrzeugen und Flugzeugen

Komponenten für Fahrräder und persönliche Mobilitätsgeräte

Bei Zetar stammt der Großteil unserer Anfragen zu Leuchtprodukten von Herstellern von Sicherheitsausrüstung und Konsumgüterunternehmen. Jede Anwendung stellt konkrete Anforderungen an Leuchtdauer, Helligkeitsnormen, Umweltbeständigkeit und regulatorische Konformität, die Werkstoffrezeptur und Prozessparameter beeinflussen.

Grüne Kunststoffspritzgussteile
Anwendungen von Kunststoff-Aufbewahrungsboxen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist Leuchtpulver für die Verwendung in Verbraucherprodukten und Spielzeug sicher?

Strontiumaluminat-basierte Leuchtpulver gelten allgemein als ungiftig und nicht radioaktiv, was sie für Verbraucherprodukte sicher macht. Einige Formulierungen können jedoch Spuren von Europium oder anderen Aktivatoren enthalten, die eine Überprüfung gegen bestimmte Sicherheitsstandards erfordern. Für Spielzeuge sollte die Einhaltung von EN 71 (EU), ASTM F963 (USA) und RoHS-Anforderungen überprüft werden. Bei Zetar beziehen wir stets Leuchtpulver mit vollständigen Sicherheitsdatenblättern und Konformitätsdokumentationen.

Wie lange dauert der Glow-Effekt bei lumineszierenden spritzgegossenen Produkten?

Mit hochwertigem Strontiumaluminat-Leuchtpulver bei einer Beladung von 8–12TP3T hält der Leuchteffekt typisch 8–12 Stunden nach einer 15–30-minütigen Exposition gegenüber hellem Licht. Die hellste Leuchtkraft tritt in den ersten 30–60 Minuten auf, dann nimmt sie graduell ab. Altere Zinksulfid-Formulierungen halten nur 30–90 Minuten. Die Leuchtfähigkeit nimmt über die Lebensdauer des Produkts nicht ab — es wird weiterhin für 15–20+ Jahre aufleuchten und leuchten.

Können Sie mit Leuchtpulver verschiedene Leuchtfarben erzielen?

Die häufigste und hellste Leuchtfarbe ist gelb-grün, was die natürliche Emissionsfarbe von mit Europium aktiviertem Strontiumaluminat ist. Blaue, aquamarinblaue und violette Leuchtfarben sind erhältlich, sind jedoch im Allgemeinen 30–60% dunkler und von kürzerer Dauer als gelb-grün. Rote und orangefarbene Leuchtpulver existieren, bieten jedoch eine deutlich kürzere Nachleuchtzeit. Für die hellsten Ergebnisse empfehlen wir in den meisten Anwendungen gelb-grünes Leuchtpulver.

Beeinflusst Leuchtpulver die Recyclingfähigkeit von spritzgegossenen Teilen?

Leuchtpulver wirkt als anorganischer Füllstoff in der Kunststoffmatrix und verbleibt im recycelten Material, wenn die Teile zermahlen und wiederaufbereitet werden. Die Leuchtpartikel werden auch im recycelten Material weiterleuchten, obwohl die Gleichmäßigkeit mit jedem Wiederaufbereitungszyklus abnehmen kann. Für Anwendungen, bei denen die Recyclingfähigkeit wichtig ist, sollte der Leuchtstoffgehalt in der Bewertung des Materialstroms am Lebensende berücksichtigt werden.

Welche Partikelgröße von Leuchtpulver eignet sich am besten für das Spritzgießen?

Für den Spritzguss bieten Leuchtpulver-Partikelgrößen von 15–60 microns den besten Ausgleich zwischen Leuchtleistung und Oberflächengüte. Größere Partikel (60–100+ microns) leuchten heller, erzeugen jedoch raue Oberflächen und können kleine Anschnitte verstopfen. Kleinere Partikel (< 15 microns) ergeben glattere Oberflächen, aber eine geringere Leuchtintensität. Bei Zetar empfehlen wir für die meisten Spritzgussanwendungen üblicherweise eine mittlere Partikelgröße von 25–45 micron als optimalen Kompromiss.

Zusammenfassung

Die Zugabe von Leuchtpulver beim Kunststoffspritzgießen ist ein etabliertes Verfahren zur Herstellung wertvoller nachleuchtender Produkte für Sicherheits-, Verbraucher-, Industrie- und Fahrzeuganwendungen. Der Erfolg erfordert die sorgfältige Beachtung mehrerer miteinander verbundener Faktoren: Auswahl des richtigen Leuchtpulvers (Strontiumaluminat für höchste Leistung), Wahl kompatibler Basisharze mit niedrigen Verarbeitungstemperaturen, Optimierung des Anteils (8–12 % für beste Ergebnisse), Anpassung der Spritzgießparameter zum Schutz der Leuchtpartikel und eine Bauteilkonstruktion, welche die Leuchtleistung durch geeignete Wanddicke, Farbauswahl und Oberflächengüte maximiert.

Bei Zetar erstreckt sich unsere Erfahrung mit Leuchtspritzgießen über mehrere Produktkategorien und Materialformulierungen. Wir bieten umfassende Unterstützung von der Materialauswahl und DFM-Prüfung bis zur Prozessoptimierung und Qualitätsprüfung. So erreichen Ihre Leuchtprodukte die gewünschte Leuchtleistung und erfüllen zugleich alle strukturellen und regulatorischen Anforderungen.

Möchten Sie Ihr im Dunkeln leuchtendes Spritzgussprodukt entwickeln? Kontaktieren Sie unser Engineering-Team für eine kostenlose Beratung und Machbarkeitsbewertung des Spritzgießens mit Leuchtmaterialien. Einen umfassenden Überblick finden Sie in unserem Komplettleitfaden zum Spritzgießen.


  1. Nachleuchten: Strontiumaluminat ist eine mit Seltenen Erden aktivierte phosphoreszierende Verbindung, die das hellste und am längsten anhaltende Nachleuchten erzeugt.

  2. Strontiumaluminat: Photolumineszenz ist ein Prozess, bei dem Materialien Lichtenergie aufnehmen und nach Entfernen der Quelle wieder als sichtbares Licht abgeben.

  3. Photolumineszierend: Nachleuchten bezeichnet die fortgesetzte Abgabe sichtbaren Lichts durch ein phosphoreszierendes Material nach Ende der Anregung. Gemessen wird sie, bis die Helligkeit unter 0.32 mcd pro Quadratmeter fällt.

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